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Jumat, 01 Januari 2016

Meerrettichquark - nix für Mädchen

Das ist total einfach! Höchstwahrscheinlich bin ich nur doof und Ihr macht das alle schon seit Jahren immer so. Bislang habe ich einen riesigen Bogen um Meerrettich gemacht, weil ich das als Kind irgendwann mal nicht mochte und das dann bis ins Alter kultiviert habe. Jetzt mit dem eigenen Blog muss ich bei vielen Sachen noch mal ran und bin dann häufig extrem positiv überrascht. Meerrettich ist jetzt auf der Liste von Dingen, die ich nicht mehr verschmähe.



Zutaten:

Meerrettich nach Geschmack
500 Gramm Quark
Salz

Lustigerweise bin ich neugierig geworden wie Meerrettich wirklich schmeckt, nachdem ich letztes Jahr mal dachte welchen zu essen und mich gewundert habe, wieso der nicht scharf ist. Da hatte ich blöderweise nur Rettich erwischt. Kürzlich habe ich wieder Tafelspitz gemacht und meiner Frau gekauften Sahnemeerrettich mitgebracht. Den hat sie mich probieren lassen und ich fand den trotz der Tatsache den nicht gemacht zu haben so lecker, dass ich mir sicher war, den auch mal frisch verarbeiten zu wollen. 


Deswegen habe ich nun zugeschlagen, als es bei Kaufland Meerrettich im Angebot gab und war gespannt wie er sich verarbeiten lässt. Mit dem Meerrettichquark kann man vegetarische Gerichte und auch Fleisch begleiten, oder eine Verbindung zwischen verschiedenen Komponenten schaffen.


Die holzige Schale mit dem Sparschäler entfernen.


Der Meerrettich ist sehr hart und weil ich den mit meiner Standreibe reiben möchte, habe ich den geschälten Meerrettich in daumendicke Scheiben geschnitten. 


Wem beim Schneiden von Zwiebeln schon die Augen tränen, hat noch nie Meerrettich gerieben. Alter Schwede, das Zeug riecht schon richtig scharf und die Schärfe steigt einem sofort in alle Schleimhäute. Für mich kein Problem, ich mag es ja scharf. 


Meerrettich fein geschreddert auf der Standreibe.


Nun wird der Meerrettich unter den Quark gerührt. Noch Salz nach Geschmack dazu geben. 


Umrühren und abschmecken. Unglaublich, wie das Zeug knallt. Aber nicht unangenehm, sondern sehr rund. Mehr braucht es eigentlich nicht und es schmeckt trotzdem toll und geradeaus.


In diesem Fall habe ich den Meerrettichquark zusammen mit einem Hüftsteak vom Rind und Kartoffeln serviert.


Das ist eine tolle und schnelle Kombination, die in einer guten halben Stunde auf dem Tisch steht. Viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

Kamis, 31 Desember 2015

Dattelsenf selbst gemacht

Senf zu machen ist total einfach. Eigentlich glaubt man so lange, bis man es mal selbst gemacht hat, dass man das nur in der Fabrik herstellen kann und dass es bestimmt total kompliziert sein muss. Spätestens beim zweiten Mal, schüttelt man sich den Senf aus dem Arm und bekommt dann auch immer mehr Lust mit den Zutaten zu spielen. So geht es mir auch. So kann man sich zu jedem Essen den passenden Senf basteln und nicht umgekehrt Senf suchen, der zum Essen passt. 



Zutaten:

60 Gramm Senfmehl
80 Milliliter Essig
Pflanzenöl
Wasser
Salz
8 Datteln


Zum Rühren kann man einen Mixbecher / Blender, oder einen Pürierstab benutzen. 


8 Datteln


60 Milliliter Essig



1 Teelöffel Salz


Die Datteln mit dem Essig und dem Salz zerkleinern.


60 Gramm Senfmehl dazu geben und mit den anderen Zutaten vermischen. Das ist jetzt noch so trocken wie die Wüste Gobi. .


Das kann man hier sehen. Viel zu fest.


Deswegen den Senf mit ein wenig Rapsöl geschmeidig rühren. 


Ist jetzt zwar geschmeidiger, aber irgendwie immer noch nicht so leicht flüssig mit einem guten Stand. Noch mehr Öl wäre zu viel, mehr Essig wäre zu sauer. 


Frisches Senfmehl hat die Angewohnheit ca 3242492344434995 mal schärfer zu schmecken, als die Industrieplörre, die man überall kaufen kann. Deswegen ist es in diesem Fall auch nicht schlimm, wenn man da nun mal ein paar Tropfen Wasser verwendet, um den Senf glatt zu rühren. Bevor ich das vergesse, mein Senfwissen habe ich von der oft kopierten und nie erreichten Claudia Diewald erlesen, die ein ganz tolles Senfbuch verfasst hat. Wer das auch als Netz und doppelten Boden haben möchte, findet es hier


Schön glatt, oder? Jetzt hat der Senf dann auch ungefähr die Senffarbe die man normal kennt. Der Geschmack ist toll. Schön kräftig, ohne die Geschmacksnerven zu töten, angenehme Süße durch die Datteln. Ein echt toller Senf für alle Fälle. Ich habe den Senf für eine Mayonnaise gebraucht. Senf soll man vor dem Servieren drei Tage im Kühlschrank reifen lassen. Wenn sie Zeit nicht da ist, dann eben nicht.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit. 

Minggu, 27 Desember 2015

Eingekochte Birnen mit Nelken

Das ist eine ganz klassische Begleitung zu Wildgerichten, oder auch ein leckerer Nachtisch in der kalten Jahreszeit. 



Zutaten:

1 Kilo Birnen
1 Limette
Zucker nach Geschmack
100 Gramm Gelierzucker
Nelken
Vanille aus der Mühle
ca 200 Milliliter Wasser


Birnen schälen


Birnen halbieren


Kerngehäuse und Stiele entfernen


Den Topf mit Wasser befüllen, so dass die Birnen von Wasser bedeckt sind. 


Den Saft einer Limette ins Wasser geben, damit die Birnen nicht braun werden.


Wenn alle Birnenhälften im Topf sind, 50 Gramm Gelierzucker und Zucker nach Geschmack dazu streuen. Mit dem Gelierzucker soll die Flüssigkeit ein wenig dicker werden, falls man das die Birnen als Nachtisch servieren möchte.


Ein paar Nelken zu den Birnen hinzufügen.



Noch ein wenig Vanille aus der Vanillemühle darüber mahlen und dann die Birnen aufkochen.


Es gibt keine genaue Zeitangabe, wie lange die Birnen im Topf bleiben müssen. Es kommt darauf an, wie weich die Birnen zum Zeitpunkt sind, wenn Ihr sie verarbeitet. Ich hatte meine gerade erst frisch gekauft und die waren noch sehr hart. Zu hart, um sie so zu essen. Ich koche die Birnen 10 Minuten bei mittlerer Hitze, nehme sie dann vom Herd und lasse den Topf mit Inhalt dann auskühlen. 


So sind sie dann nicht zu weich und nicht zu hart, geschmacklich gut durchgezogen, schmecken toll nach Nelken und sind natürlich auch recht süß. Das stört weder beim Nachtisch, noch bei einer süßen Beilage zum Wildgericht.


Die Birnen sind ein toller Nachtisch, vielleicht mit einem Pudding, oder einer Creme.



 Ich habe die Birnen als Beilage, mit einkochten Cranberries (Rezept kommt) zu meinem Duroc Schweinerücken verwendet (Rezept kommt).



 Für meinen Rotkohl, den ich am ersten Weihnachtstag gekocht habe, ist dann der Rest Birnen verwendet worden. (kommt auch noch).  



Ihr seht ich habe noch einiges zu verbloggen. Das ist jedenfalls ein toller Nachtisch, eine Knallerbeilage, bzw eine tolle Zutat zu Rotkohl. Vor allem sieht man so auch, dass man sich die Arbeit nicht nur für ein Gericht macht, sondern dass man sein Kochen auch so aufbauen kann, dass die Zutaten am Ende aufgehen und komplett verbraucht werden. Man hat auch nie das Gefühl, immer das gleiche auf dem Teller zu haben.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Jumat, 25 Desember 2015

Butter mit dem Mixer machen

Butter selbst gemacht! Das ist richtig klasse und vor allem schmeckt diese Butter auch mehrfach so gut, wie gekaufte Butter. Das geht so schnell und ist so einfach, wenn man einen Mixer oder Handrührer besitzt. Das scheint aber sowas wie verschüttetes Wissen zu sein, denn ich kenne niemanden, der das regelmäßig macht. Spätestens wenn man den Geschmacksunterschied kennengelernt hat, wird man das öfter machen.



Zutaten:

2 Becher Sahne á 200 Gramm
1 Prise Salz oder Zucker

Nachdem ich Butter gerade kürzlich mit der Hand geschüttelt habe, möchte ich Euch auch die maschinelle Version zeigen. Das Schütteln ist ja eher Folkore und lustig, dass es funktioniert, aber wenn man mehr Menge braucht, dann ist die Version mit dem Rührer deutlich praktikabler. Um noch mal darauf zurück zu kommen, dass ich keinen kenne, der seine Butter selbst macht. Natürlich gibt es die sicherlich, aber ich kenne halt keinen und dabei ist Butter so elementar in der täglichen Ernährung, aber in dem Maße wie sie immer billiger und für jeden erschwinglich wurde, ging halt auch das Besondere flöten. Früher als jeder Haushalt noch ein Butterfaß hatte und jede Hausfrau die selbst gestampft hat, genoss sie auch einen ganz anderen Stellenwert und erfuhr auch mehr Liebe bei der Herstellung. Leider habe ich keinen mehr den ich danach fragen könnte.


Sahne und eine Prise Salz in einen Mixbecher geben.


Den Mixer auf höchster Stufe laufen lassen.


Ich lasse den Deckel beim Butter machen natürlich drauf und mache das jetzt nur für Euch auf. Als erstes tut die Sahne das, wofür sie bezahlt wird, nämlich vom flüssigen Zustand zu Schlagsahne werden. Das merkt man von außen daran, dass das Rührergeräusch langsamer und zäher wird.


Wenn man dann noch weiter rührt, dann muss man einen kleinen Moment Geduld haben, dann sieht man irgendwann, dass sich an der Wand der Schüssel Butterflocken bilden und dann wird der Rührer auch wieder schneller und es ist wieder Flüssigkeit in der Schüssel, wenn sich die Butter und die Buttermilch getrennt haben. Ich schaue nicht auf die Uhr, aber es werden vielleicht 5 oder 7 Minuten sein. Höchstwahrscheinlich sogar noch schneller.


Hier kann man das bei dem schlechten Licht einigermaßen erkennen, wie sich Buttermilch und Butter getrennt haben.


Nun noch einmal aus der Nähe. 


Die Butterflocken und die Buttermilch durch ein Sieb abkippen.


Die Buttermilch fange ich in einer Schüssel auf. Die schmeckt sehr gut und ist nicht so sauer wie gekauft. 


Die Butterflocken werden noch ein bisschen geknetet, damit die Flüssigkeit ablaufen kann und dann zieht die Butter in ein eigenes Gefäß um. 


Die Butter ist sehr cremig und schmeckt sehr frisch. Auf Brot ist sie toll, aber auch zum Kochen und Backen, sehr gut geeignet.  


Die Kinder wollten auch mal wissen, wie die frische Buttermilch schmeckt.


Selbst gemachte Butter ist eine tolle Basis für ausgefallene Kreationen, wenn man zum Beispiel Kräuterbutter, Pfefferbutter, Paprikabutter, oder Knoblauchbutter herstellen möchte. Keine Plastikaromen und keine Mogelzusätze beim Geschmack, sondern nur das, was Ihr hinein gebt.


Ich habe auch extra frische Rosinenbrötchen gebacken (Rezept folgt), damit die Butter eine ordentliche Unterlage bekommt.


Das ist wirklich Luxus, alles frisch und Brötchen, die noch warm aus dem Ofen kommen. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.